Besuch im Stadtmuseum
Gestern trafen wir uns um 8:30 Uhr am Bahnhof Radolfzell. Dann gingen wir zum Stadtmuseum Radolfzell, wo wir eine private Führung in der Sonderausstellung zum Leben im zweiten Weltkrieg in Radolfzell hatten. Am Anfang zeigte Fr. Berl, die uns durch die Ausstellung begleitete, uns eine Karte, in welcher viele Straßen zum Beispiel umbenannt wurden. Wie die Schützenstraße in Adolf-Hitler-Straße. Ebenso wurden uns die Stolpersteine gezeigt, zum Beispiel der von Alice Fleichel. Sie war früher Jüdin und dann Christin, wartet in Radolfzell auf ihren Sohn, der noch im Gefängnis war, um mit ihm zu flüchten. Sie wurde verhaftet und kam ins KZ-Lager und starb dort an den Umständen. Danach sahen wir die Plakate mit Propaganda, wo zum Beispiel draufstand „Kauft nicht bei Juden ein“. Daraufhin lernten wir, dass es auch Fanartikel von Adolf Hitler gab. Anschließend gingen wir in den ersten Raum, wo es um Erziehung, Schule, Mütter und Geburt ging. In der Schule machten die Kinder im Sportunterricht zum Beispiel mit Fake Granaten Weitwurf und alle mussten auch sehr viel gehorchen. Alle Mütter haben Abzeichen bekommen, jenachdem, wie viele Kinder man hatte. Danach gingen wir in den zweiten Raum, indem es um die Reichsprogromnacht ging. In der Reichsprogromnacht ging es darum alle Juden aus ihren Häusern zu jagen und zu verprügeln und die Synagogen anzuzünden. Damals gab es einen sehr hochrangingen Nazi in Radolfzell, der dann auch zum Bürgermeister ernannt wurde. Der Bürgermeister hatte sehr viel Geld ausgegeben, um unter anderen eine Kaserne zu bauen, wo das SS-Bataillon stationiert werden sollte und er einen Schießstand bauen lassen hat von KZ-Häftlingen. Der letzte Raum unserer Führung handelte von der Nachkriegszeit und von den Funden aus dem Bodensee. Deutschland hatte zum Schluss den Krieg verloren und man durfte und darf keine Hakenkreuze mehr besitzen. Deshalb wollten die meisten Menschen alles, was verboten wurde, so schnell wie möglich loswerden und die meisten Menschen haben die Sachen einfach in den Bodensee geworfen oder zum Beispiel aus Teilen einer Hakenkreuzfahne einen roten Rock genäht. Uns hat die Führung sehr gefallen. Am meisten hat uns der Raum von der Nachkriegszeit gefallen. Wir haben das Thema zweiter Weltkrieg gerade in der Schule und wollten noch was über Radolfzell im Zweiten Weltkrieg erfahren.
Bericht von Lennart, Dalan und Joel aus der KOOP 2